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Im Juni 1895 eil ein eleganter, schwarzbärtiger Herr, offensichtlich in höchster Erregung, durch den Park der Pariser Tuilerien. Es ist der Korrespondent der angesehenen Wiener Tageszeitung “Neue Freie Presse”, Dr. Theodor Herzl. Doch es ist kein journalistisches Problem, das ihn so fieberhaft beschäftigt, sondern eine Idee der erste Entwurf zu einer politischen Broschüre, “Der Judenstaat. Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage.” Darin beschwört er die Vision einer unabhängigen Heimstatt aller Juden an einem noch unbestimmten Fleck der Erde, “wo wir krumme Nasen haben können, ohne schon darum verächtlich zu sein, wo wir als freie Männer auf eigener Scholle leben können, wo der Spottruf “Jude” zu einem Ehrenwort wird wie Deutscher, Engländer, Franzose ….”

Damals hatte Herzl noch neun Jahre zu leben. Er starb, nur vierundvierzigjährig im Juli 1904. In dieser kurzen Zeitspanne durchschritt er ein wahres Fegefeuer von Intrigen, Hemmnissen, enttäuschten Hoffnungen und Rückschlägen. Er verhandelte mit Kaisern, Königen, Sultanen, Ministern und mußte ihnen eine Macht vortäuschen, die er nicht besaß. Aber als er starb, hatte seine schöpferische Energie die Idee des Zionismus in einem Instrument praktischer Politik verwandelt, war es ihm gelungen, die am meisten zersplitterte Volksgruppe der Welt zu einer nationalen Einheit zu formen. Er war nicht der Erfinder es Zionismus, aber er schuf das Instrument das den Zionismus in die Praxis umsetzen konnte und das schließlich Jahrzehnte später, die Rückkehr der Juden nach Palästina Wirklichkeit werden ließ.

  • ISBN-10 : 3217005465
  • ISBN-13 : 978-3217005464
  • Gebundene Ausgabe : 432 Seiten
  • Herausgeber : Molden, Mchn. (1. November 1982)

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