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Artikelnummer: Regal 9 - Buch 68 Kategorien: , Schlagwörter: , , , ,

Der Regisseur balanciert eine Pyramide mit der Spitze auf der Stirn: Das prekäre Bild steht beim Theatermacher Jürgen Flimm für die Suche nach dem utopischen Moment des Gelingens. Was im Dramolett „Die gestürzte Pyramide“ als melancholischer Witz daherkommt, durchzieht die meisten der hier versammelten Texte aus drei Jahrzehnten.
Als kluger, gewitzter Erzähler führt Flimm den Leser ebenso anschaulich in seine Kölner Nachkriegs-Kindheit wie ins Finale des 2. Akts von Mozarts „Figaro“, in seine Sehnsuchtslandschaft Umbrien wie in Tschechows geliebte Komödien, in die Höllen einer ausgebuhten Premiere wie auf die Höhen einer Bibel-Interpretation. Dazu öffnet er erstmals seine wohlgehüteten Arbeitskladden, die mit Notaten, Ideenskizzen und Collagen einzigartige Einblicke in die Werkstatt und Seelenlage des Künstlers gestatten. (Quelle: Verlag)

Regisseure sind keine Schriftsteller. Dennoch kommt im Lauf der Zeit meist einiges an Gedrucktem zusammen. Nun legt Jürgen Flimm, noch Intendant der Salzburger Festspiele, eine Auswahl von Texten vor. Der schön gestaltete Band, in dem auch handschriftliche Notizen und Zeichnungen (!) des Autors abgebildet sind, enthält Autobiografisches und Analytisches; Flimm preist unter anderen Mozart und Tschechow, Horváth hingegen hält er für einen „Besserwisser“. Die extra für das Buch verfassten literarischen Beiträge (ein Dramolett, eine Erzählung) gehören zu den schwächeren Texten. Regisseure sind eben keine Schriftsteller. (Quelle Faltershop)

„Flimm ist nicht nur als Regisseur, sondern auch als Autor ein Atmosphärenzauberer und Menschendurchschauer.“
Wolf Lepenies

Müry Salzmann Verlag | 2010 | 216 Seiten, 13.5×22 cm |  französische Broschur | ISBN 978-3-99014-006-2 | gebraucht  | kaum Gebrauchsspuren

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