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Wenn man vom New York City Hardcore spricht, kommt man an Lou und Pete Koller nicht vorbei – das Brüderpaar aus Flushing, Queens, beherrscht mit der 1986 gegründeten Band Sick Of It All die Szene weltweit. Für Lou und Pete Koller wurde Hardcore nicht nur zu einem Lebensstil, sondern zu einer wenn auch unwahrscheinlichen Karriere. Kaum fingen die beiden an, sich in diesem wütenden und schmutzigen Ableger des Punk auszutoben, bildeten sie auch schon die Hälfte einer der intensivsten und fesselndsten Bands der Bewegung – Sick Of It All. Entgegen weitverbreiteter Klischeevorstellungen liefern Lou und Pete den schlagenden Beweis dafür, dass man nicht unbedingt aus der Gosse oder aus zerrütteten Verhältnissen kommen muss, um Hardcore der Spitzenklasse zu produzieren. Wenn Agnostic Front die Paten des New York Hardcore sind, dann sind Sänger Lou und Gitarrist Pete seine Großmeister. »Blut und Schweiß« ist nicht nur die schonungslos ehrliche Autobiographie zweier Brüder, die immer an ihren Zielen festgehalten haben, sondern auch eine unerbittliche Darstellung des amerikanischen Traums und der Mühe und Willenskraft, die nötig sind, um diesen angesichts aller Widerstände zu leben. Mit Kommentaren von Familienmitgliedern, Freunden, ehemaligen und aktuellen Bandkollegen sowie Musikern von Bands wie Exodus, Slayer, D.R.I., H2O, Napalm Death, Sepultura und mehr … (Klappentext)

Sick of It All wurden 1986 neben den New-York-Hardcore-Bands Straight Ahead und Rest in Pieces gegründet, in denen Armand Majidi und Craig Setari aktiv waren. Nachdem Bassist Mark McNielly und Schlagzeuger David Lamb die Band verlassen hatten, nahm Majidi mit den Koller-Brüdern und Rich Cipriano das erste Sick-of-It-All-Demo auf. Die Band begann, bei Sonntagnachmittagsvorstellungen im Hardcoretreffpunkt CBGB’s zu spielen. 1987 veröffentlichten sie eine Sick of it All betitelte EP auf Revelation Records.[1] Die Band unterschrieb 1989 bei In-Effect Records und veröffentlichte im selben Jahr ihr Debütalbum Blood, Sweat and No Tears. Die Texte handeln von Politik, sozialen Ungerechtigkeiten und dem Leben auf den Straßen von New York.

Ihr Album Just Look Around wurde 1992 unter dem Label Relativity Records veröffentlicht. Es folgten die ersten Tourneen durch Europa, Südamerika und Japan. Zwei Jahre später schaffte die Band mit Scratch the Surface den Durchbruch. Das Album erschien wie auch das 1997 folgende Album Built to Last bei dem zu WMG gehörenden Major Label EastWest. 1998 wechselten Sick of It All zu Fat Wreck Chords, dem Plattenlabel von NOFX-Sänger Fat Mike, wo sie die Alben Call to Arms, Yours Truly und Life on the Ropes sowie den VHS-Film The Story so Far und den Live-Mitschnitt Live in a Dive veröffentlichten.[1]

2005 wechselten sie zum auf Metalcore und Hardcore spezialisierten Sub-Label Abacus von Century Media, um dort 2006 ihr Album Death to Tyrants zu veröffentlichen. Das Album wurde vom renommierten Musikproduzenten Tue Madsen (The Haunted, Heaven Shall Burn, Dark Tranquillity) gemixt und erstellt, behielt aber trotzdem den typischen Sound der New Yorker Hardcore-Szene. Das Album wurde von den Fans und den Medien gleichermaßen gut aufgenommen, nachdem die Band nach einer dreijährigen Pause, in der sie auf großen Tourneen unterwegs war, wieder eine Platte herausbrachte.

Ein Jahr später erschien das Album Our Impact Will Be Felt, welches auf eine geringe Stückzahl limitiert war. Im April 2010 erschien das Album Based on a True Story.[1] Dazu erklärte die britische Metal-Community Metal Hammer:

„Trotz ihres zunehmenden Alters und des harten Wettbewerbs sind „Sick of It All“ noch immer die besten Vorbilder für die Hardcore-Szene, als auch für die gesellschaftliche Verantwortung von Nutzen. Mit Based on a True Story wird es ihnen möglich sein, die führende Position in der Szene zu halten und uns noch viele Jahre mit neuen CDs zum Staunen zu bringen.“– Metalhammer.co.uk

Das Album war das bis dahin erfolgreichste in Deutschland und erreichte auch Platz 30 der US-Heatseeker-Charts. Das deutschsprachige Online-Magazin laut.de setzte Sick of It All 2018 in seiner globalen Liste „Die 30 besten Hardcore-Bands“ auf Platz 12.

Stil
Obwohl Sick of It All zumeist als Old School-Band wahrgenommen und bezeichnet wird, verarbeiteten sie auch von Anfang an Metal-Elemente in ihrer Musik, was als typisch für den East Coast-Sound angesehen wird. Wie viele Gruppen des New York Hardcores zählen sie allerdings auch Punkrock und Oi! zu ihren Einflüssen. So finden sich im Laufe ihrer Bandgeschichte immer wieder raue Punk-Stücke neben eher groovigem Hardcore mit leichtem Metal-Einfluss. (Quelle Wikipedia)

Hier geht es zur Rezension auf “Bücherfundus

ISBN/EAN: 978-3-940822-14-7
Einbandart: Kartoniert, Paperback
Verlag: Iron Pages Verlag
Erscheinungsjahr: 2021
Erscheinungsdatum: 26.02.2021
Seiten: 272 Seiten
Aus dem Amerikanischen von Andreas Diesel

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