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Raub und Rückgabe – Österreich von 1938 bis heute

»Raub und Rückgabe. Österreich 1938 bis heute«, so der Titel der mit diesem Band neu eröffneten Reihe. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, anhand der umfassenden Erkenntnisse, die die Österreichische Historikerkommission jüngst vorgelegt hat, einen Überblick über das komplexe Thema der Restitution von Vermögen zu bieten, das im Dritten Reich entzogen wurde.
Dieser erste von geplanten fünf Bänden, »Die Republik und das NS-Erbe«, hat den Staat zum Thema. Trotz Opferthese war der österreichische Staat in vielen Bereichen ganz real Nachfolger des Deutschen Reiches. Ehemals dem Deutschen Reich gehörendes Eigentum fiel ihm nach 1945 zu. Und so kam es, dass sich der einzelne im Kampf um die Rückstellung seines Vermögens in juristischen Auseinandersetzungen mit dem österreichischen Staat wiederfinden konnte.

Weder hat Österreich nach 1945 alles rückgestellt und alle entschädigt, noch hat sich Österreich jeder Verantwortung entzogen. All das führt auf die Problematik des Anfangs dieser Zweiten Republik zurück. Die Wiedergewinnung der österreichischen Identität und Staatlichkeit nach 1945 wurde erkauft durch die Verdrängung der Mitverantwortung und Beteiligung vieler Österreicher und Österreicherinnen am Nationalsozialismus. Aus dem rechtlichen und politischen Kalkül der »Opferthese« wurde eine bequeme Argumentationshilfe dafür, Rück­stellungen und Entschädigungen von vornherein nicht als »öffentliche« Aufgabe zu betrachten. (Quelle Mandelbaumverlag)

Der erste Band der Reihe vereint Aufsätze unterschiedlichster Persönlichkeiten wie etwa dem ehemaligen Justizminister Clemens Jabloner, der die österreichische Historikerkommission vorstellt, Bettina Bailer-Galanda, Leiterin des DÖW, aber auch von Eva Blimlinger, aktuelle Abgeordnete der Grünen im österreichischen Nationalrat. Neben allgemeinen Themen die Restitution betreffend, finden wir aber auch spannende Fälle, wie etwa jenen des Schriftstellers Albert Drach, der versuchte sein Mödlinger Haus zurück zu bekommen. Ebenso wird die katholische Kirche und das Verhältnis zwischen Staat und Kirche auf dem Hintergrund von Restitutionsfragen beleuchtet.

Das Buch richtet sich über das Fachpublikum an eine interessierte Leserschaft.

PAWLOWSKY, Verena / WENDELIN, Harald (Hg.)
DIE REPUBLIK UND DAS NS-ERBE
Raub und Rückgabe – Österreich von 1938 bis heute
240 Seiten
Format: 12×18
Halbleinen
ISBN: 978385476-154-9
Erschienen: März 2005
Sehr guter Zustand. Leicht Flecken auf der Rückseite

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